Mission #solarisieren

Ein Gespräch mit Markus Bolle aus dem SMA Partnerprogramm.
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Text: Felix Bürkle, 18.01.2024

Erneuerbare Energien sind echte Teamarbeit. Um sie nachhaltig zu produzieren, effizient zu nutzen und dabei in Zeiten eines dynamischen Energiemarkts bares Geld zu sparen, müssen die Kräfte unterschiedlichster Menschen gebündelt werden. Ob Unternehmer:innen, Forschende oder Privatpersonen: Sie alle eint die Frage, wie es gelingen kann, eine nachhaltige, unabhängige und zuverlässige Energieversorgung zu gewährleisten.

Einer davon: Markus Bolle, der mit seinem Unternehmen, der SOLARIS and more GmbH, tagtäglich daran arbeitet, Solarstrom in den Steckdosen seiner Kund:innen rund um Bonn fließen zu lassen. SONNENALLEE hat mit dem Mitglied des SMA Partnerprogramms gesprochen und erfahren, warum Bolle fest an die Zukunft der Erneuerbaren Energien glaubt.

Herr Bolle, was fasziniert Sie an Solarenergie?

Ich habe 2008 während meiner Elektrotechniker-Ausbildung erste Berührungspunkte mit der Solarenergie gehabt und seitdem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. „Die Sonne stellt keine Rechnung“, hat der Journalist Franz Alt mal gesagt. Und genau so ist es. Man kann mit einem Solarmodul sehr viel grüne Energie produzieren und meine Mission ist es seitdem, unter dem Motto #solarisieren, die Welt jeden Tag ein bisschen grüner zu machen.

Lächelnder Mann in Jacket und Hemd
„Es ist immer wieder toll, in die staunenden Gesichter der Kunden zu blicken, wenn sich der Zähler beim Einschalten der Photovoltaikanlage erstmal rückwärts dreht.“ – Markus Bolle, Geschäftsführer der SOLARIS and more GmbH

Wie und wann ist in Ihnen der Entschluss gereift, eine eigene Firma zu gründen und die Energiewende selbst in die Hand zu nehmen?

Während meiner Techniker-Ausbildung von 2008 bis 2012 habe ich mich im Jahr 2009 mit einer Studienarbeit mit Photovoltaikmodulen und deren Wirkungsweise beschäftigt. Damals war es für mich unverständlich, dass man einfach nur ein Modul nach draußen legt und es Energie produziert. Ich habe daraufhin mit möglichst vielen Leuten gesprochen, die so eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hatten. Alle erzählten dasselbe: Mit der Sonne (Einspeisevergütung vom Energieversorger) bezahlt sich das Darlehen für die Photovoltaikanlage von ganz allein. Nach 10-15 Jahren ist die Anlage bezahlt und das Restgeld fließt in die eigene Tasche. Außerdem habe ich zu dem Zeitpunkt nach einer sinnvollen Lösung gesucht, wie ich die Zukunft der Energieerzeugung nachhaltig mitgestalten kann. Deswegen wurde ich 2009 Selbstständiger, um Photovoltaikanlagen zu bauen, und habe 2011 die SOLARIS and more GmbH gegründet.

Wie können Privathaushalte und Unternehmen von Solarenergie profitieren?

Jeder ist mit Solarenergie in der Lage, seinen eigenen Strom zu produzieren. Darüber hinaus ist es auch sinnvoll, noch einen Schritt weiterzugehen und überschüssige Energie ins Stromnetz einzuspeisen oder die Energie über ein Energiemanagement an Speichersysteme, Wallboxen oder Heizsysteme, beispielsweise eine Wärmepumpe, zu übergeben. Damit ist der komplette Zyklus abgedeckt, von der Heizung über den Strombedarf der Haushaltsgeräte bis hin zum E-Auto, das geladen wird. Somit kann jeder Haushalt und jede Firma mit einer Photovoltaikanlage den Großteil der benötigten Energie schnell selbst auf dem eigenen Dach produzieren. Dies schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Worauf kommt es aus Ihrer Sicht bei der Planung einer Photovoltaikanlage an?

Für die Installation einer Photovoltaikanlage sind bestimmte bauliche Voraussetzungen zu prüfen. Die wesentlichen Aspekte sind hier die Dachausrichtung, die Dachneigung und natürlich auch die Größe und Beschaffenheit der Dachfläche. Darüber hinaus ist die Dachstatik und ein eventueller Schattenwurf in der Planphase zu berücksichtigen. All das sind Faktoren, die die Effizienz der Solaranlage beeinflussen.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Wahl von beständigen und qualitativ hochwertigen Produkten. Damit der Spaß an der Photovoltaikanlage lange anhält, sollte man von Beginn an die richtigen Entscheidungen treffen. Hierzu zählen auch die langjährige Erfahrung des Installationsbetriebes und der Hersteller der Produkte. Inzwischen geben viele Hersteller lange Garantien auf die Produkte. Für die Endkunden ist es von Vorteil, wenn es den Hersteller der Produkte in der Zukunft noch gibt und man sich über den Monteur so auf Service, regelmäßige Wartung und schnelle Hilfe bei Problemen verlassen kann.

Mit welchen speziellen Herausforderungen sehen sich Ihre Monteure konfrontiert?

Immer öfter müssen unsere Monteure vor Ort im Elektrobereich auch eine IT-Ausbildung haben. Da jede Anlage irgendwie mit dem Internet verbunden werden sollte. Eine lustige Geschichte ist mir selbst im Jahr 2013 passiert: Damals habe ich als erster Photovoltaik-Betrieb hier im Raum schon Speichersysteme verkauft und ich war bei einem älteren Herrn, der unbedingt auch alle Daten im Internet sehen wollte. Als ich dann die Anlage bei ihm installiert habe, musste ich am Schluss den Wechselrichter mit dem Internetrouter verbinden. Auf die Frage, wo denn der Router sei, sagte er nur, er hätte kein Internet, er wolle aber im Internetkaffee die Daten ablesen können. Das funktionierte dann so leider nicht.

Welche Rolle spielt der Monteurbetrieb bei der Installation von Photovoltaikanlagen?

Eine sehr zentrale! Bei der SOLARIS and more GmbH arbeiten Spezialisten aus allen Bereichen, sei es aus der Dach-, Elektro- und Sanitärtechnik. Auf Basis dieser Kompetenzen realisieren wir jedes Projekt komplett aus einer Hand von der Planung bis zur Montage, nach den geltenden Normen und technischen Vorgaben. Seit 2011 haben wir weit mehr als 3.500 Photovoltaikanlagen und über 1.500 Speichersysteme installiert.

Wie werden Solarenergie-Systeme maximal effizient?

Seit 2013 sind wir der Meinung, dass zu jeder Photovoltaikanlage ein Speichersystem inklusive Energiemanagement gehört. Ansonsten kann die wertvolle Sonnenenergie nicht in der Nacht genutzt werden. Auch die Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage mit Speichersystem als Ersatzstromversorgung zu nutzen, hat in den letzten zwei Jahren mehr an Bedeutung gewonnen. Somit ist der Betreiber der Anlage auch bei einem Stromausfall unabhängig vom Energieversorger.

Ein Haus mit einer Solaranlage auf dem Dach

Mit welchen zukünftigen Entwicklungen rechnen Sie in der Solarbranche?

Ich glaube, dass es gerade in der Speicherbranche noch einige Technologieschübe geben wird. Speicher werden somit effizienter und auch kleiner werden. Ähnliches gilt für Wechselrichter, die weiterhin an Leistung dazu gewinnen werden oder mit der Hybridklasse Wechselrichter und Batteriespeicher in einem Gerät verbinden.

Was ist das Besondere am SMA Partnerprogramm?

Die komplette Unterstützung im Marketingbereich, die Versorgung mit Messegeräten und das Wissen, dass einem immer jemand mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch die Schulungen und der Austausch im Netzwerk mit anderen Installationsbetrieben sind für uns besonders wertvoll. Der persönliche Kontakt sowie Gespräche mit Mitarbeiter:innen des SMA Partnerprogramms auf Augenhöhe kommen dabei auch nicht zu kurz.

Vielen Dank für das angenehme Gespräch.

Das SMA Partnerprogramm: gemeinsam zum Ziel.

Leidenschaftliche und erfahrene Menschen wie Markus Bolle sind der Beweis, dass der Wandel zu mehr erneuerbaren Energien nur gemeinsam gelingen kann. Als Hersteller von für diesen Fortschritt notwendigen Technologien hat sich SMA die Frage gestellt, wie diese schnell und zuverlässig zu den Endkunden nach Hause gelangen können.

Deshalb wurde das SMA Partnerprogramm entwickelt, das ausgewählte Betriebe mit der über 40-jährigen Unternehmensexpertise in den Bereichen Vertrieb, Service und Vermarktung unterstützt. Partner des Programms sollen sich ganz auf das konzentrieren können, was sie am liebsten machen: Anlagen professionell planen, installieren und in Betrieb nehmen.

Oder wie es Markus Bolle ausdrückt: #solarisieren